Simon Niggli-Luder:
Grosse Sportlerin mit grossem Herz.

Am ersten von drei Abenden der Kirchgemeinde zum Thema: „Kompass – was gibt meinem Leben die Richtung?“ war die bekannteste 14-fache OL-Weltmeisterin bei uns zu Gast. Sie wusste, wie man den Kompass braucht und zum Erstaunen der zahlreichen Zuhörer, sagte sie, dass er immer dabei ist und gebraucht wird, ja, sie trägt sogar einen Ersatzkompass mit sich – für alle Fälle! (Fast so wie Gott immer bei uns ist.)
Für solche Erfolge brauche es viel Ehrgeiz und sie hätte sich schon oft gefragt, warum sie und nicht jemand anders Erfolg habe. Es sei auch ein Geschenk. Simon Niggli-Luder ist trotz ihren Erfolgen ehrlich und bescheiden geblieben. Sie ist an vielen Schüler-OL’s dabei und wirbt so für die Sportart. Selber im Wettkampf unterwegs, kommt sie an hilflosen Kindern nicht vorbei und ist für sie die „barmherzige Samariterin“ die ihnen auf der Karte zeigt, wo sie sind. Über ihren Sport hinaus engagiert sie sich für Entwicklungsprojekte. Es wurde auch klar, dass WM-Gold nur sportlich freut; es gibt nämlich keine Siegesprämie. Simon Niggli-Luder ist als Sportlerin des Jahres ein Vorbild mit viel Charme und Ausstrahlung. Nur auf eine Frage, kam die klare Antwort erst am nächsten Tag in der Presse: Sie wird nämlich nächsten August Mutter.
Der Orientierungslauf lässt sich sehr gut mit dem Leben und Glauben vergleichen: Teilziele (Posten) suchen und finden, sich verlaufen, den richtigen Weg wieder finden, immer weiter suchen und nie stehen bleiben! Simon Niggli-Luder dazu: „ Es gibt fast nie einen perfekten Lauf, immer wieder mache ich kleine und manchmal auch grössere Fehler“.
Pfr. Alfred Müller