Für Silvia und Hartmut Weissert war der 31. Oktober ihr letzter Arbeitstag. Nach langjähriger Tätigkeit als Abwartsehepaar im Kirchgemeindehaus haben sie nun ihre Kündigung eingereicht. Von frühzeitiger Pensionierung kann aber keine Rede sein. Diese Tatsache, war auch Anlass genug für ein kurzes Interview.
Silvia und Hartmut, wie lange habt ihr euren Dienst als Abwart in unserer Kirchgemeinde getan?
Seit dem 1.Oktober 1995. Somit waren wir genau zehn Jahre und einen Monat als Abwart tätig.
Wie ist es damals dazu gekommen?
Der Kirchgemeinderat fragte uns an, ob das nicht eine Aufgabe für uns wäre.
Wir wohnten vorher sehr abseits im Talgraben. Dort hatten wir zwar sehr liebe Nachbarn, gingen aber auch sehr gerne wieder ins Dorf zurück, wo auch mal ein spontaner Besuch möglich ist.
Was hat euch motiviert, so lange dran zu bleiben?
Uns hat der Kontakt mit den verschiedensten Menschen gefallen.
Ihr gehört zu den Mitarbeitern, die am längsten in unserer Kirchgemeinde dabei sind. Was hat sich in diesen zehn Jahren am Stärksten gewandelt in der Kirchgemeinde?
Der Wandel passiert mit jedem Mitarbeiter, egal ob er Haupt-, oder Nebenamtlich tätig ist. Jeder Mensch bringt seine Begabung und seine Schwerpunkte mit ein.
Als Abwart habt ihr unzählige Arbeitsstunden geleistet. Ist euch dabei eine einzelne Begebenheit positiver oder negativer Art besonders in Erinnerung geblieben?
Unser Anliegen war es eine Atmosphäre der Gastfreundschaft ins Kirchgemeindehaus zu bringen. Als wir einmal hörten, wir hätten Wärme und Licht in dieses Haus gebracht, war das eine schöne Bestätigung für uns.
Was hat euch dazu veranlasst eure Aufgabe als Abwart aufzugeben?
Mit wachsender Familie wurde die Wohnung enger und wir bekamen die Möglichkeit ein Haus zu bauen. Mit den Jahren hat auch die Toleranz abgenommen. Wir haben inzwischen mehr Mühe damit, wenn die Besucher durchs Blumenbeet gehen um ihr Velo dahinter abzustellen. Und wir haben immer gesagt, dass wir aufhören möchten, bevor wir zum bösen, griesgrämigen Abwart werden.
Langweilig wird es euch wohl kaum werden. Soviel ich weiss, bleibt ihr aktiv in der Kirchgemeinde mit dabei. Wie sieht euer zukünftiges Engagement aus?
Silvia: Die MuKi-Gruppe und das Frauenfrühstück
Hartmut: Gitarre spielen in alternativen Gottesdiensten und mit Rat und Tat da sein bei Fragen rund um die Beschallung.
Silvia und Hartmut, ich möchte euch für dieses Interview ganz herzlich danken!
Curdin Strasser
Wir möchten euch, liebe Familie Weissert, im Namen der Kirchgemeinde unsern herzlichen Dank aussprechen für die gute Arbeit, die ihr im vergangenen Jahrzehnt als Abwartsleute im Kirchgemeindehaus Hasle geleistet habt. Ihr wart nicht nur immer für saubere, freundliche Räumlichkeiten verantwortlich, sondern habt bei unzähligen Veranstaltungen die Räume vorbereitet, Tische und Stühle wunschgemäss aufgestellt, Verpflegungen zubereitet und im Anschluss daran auch wieder alles aufgeräumt. Daneben hattet ihr auch immer ein offenes Ohr für alle weiteren (un-)möglichen Anfragen bis hin zu persönlichen Anliegen unserer Gemeindeglieder. Dank eurer langjährigen Mitarbeit seid ihr nicht zuletzt auch diejenigen, welche in der Kirchgemeinde über die verschiedensten Dinge und ihre Hintergründe Bescheid wissen. Schön, dass ihr uns in der Gemeinde Hasle erhalten bleibt und wir so notfalls euer langjähriges Wissen anzapfen können….
Wir wünschen euch als Familie für den neuen Abschnitt alles Gute und Gottes Segen!
Mitarbeiterteam und Kirchgemeinderat
Für die Übernahme der Abwartsaufgaben hat sich freundlicherweise Elisabeth Gerber aus Hasle zur Verfügung gestellt. Sie dürfte den meisten Gemeindegliedern von ihrem Sigristendienst in der Kirche her schon bestens bekannt sein. Der Kirchgemeinderat dankt ihr für ihre Bereitschaft diese vielseitige Arbeit zu übernehmen und wünscht ihr in ihrer erweiterten Tätigkeit in der Kirchgemeinde viel Befriedigung und Erfüllung.